Archiv der Kategorie: erinnern

Schlimme Erinnerungen

Drüben bei Freunden läuft gerade eine Runde Nostalgie – wir erinnern uns der Musik aus vergangenen Tagen. Wo ich gerade an die Achtziger denken muss:

Schön der Moment, als Lars und ich in der Disco unbedingt diese spezielle Klatschtechnik von Billy Idol im Video zu „Flesh For Fantasy“ ausprobieren wollten. Dabei schlugen wir praktisch gleichzeitig unsere Nervi ulnarii (also jeder einzeln) so dermaßen unglücklich gegeneinander, dass wir erst einmal raus in den Schnee mussten, die Ellbogen abzukühlen.

Hier zum Üben:

Erinnerungsbrocken

Das Land ist nicht viel weiter. Auch nach siebzig Jahren nicht.

Doch die alles wat anders ess stührt,
die mem Strom schwemme, wie’t sich jehührt,
für die Schwule Verbrecher sinn,
Ausländer Aussatz sinn,
bruchen wer, der se verführt.
Un dann rettet kein Kavallerie,
keine Zorro kümmert sich dodrömm.
Dä piss höchstens e „Zet“ en der Schnie
un fällt lallend vüür Lässigkeit öm:
„Na un? Kristallnaach!“

BAP: Kristallnaach

Siebzig Jahre

Morgen jährt sich die Reichspogromnacht zum siebzigsten Mal. Ungeachtet der Rufe derer, die „die Vergangenheit doch endlich mal ruhen lassen wollen“, mag ich Geschichte nicht einfach ablegen. Vergebung dürfen wir annehmen, aber Vergessen und Grasdrüberwachsen lassen halte ich für gefährlich. Und habe mir einen meiner liebsten Comics, den ich vor vielen Jahren in der Bücherei ausgeliehen hatte, endlich selbst gekauft. Zu einem passenden Anlass. „Maus“ von Art Spiegelman, der die Bezeichnung „Comic“ insofern nicht verdient, als dass nichts hier komisch ist. Spiegelman erzählt die Geschichte seines Vaters zur Zeit des Holocausts in einfachen Bildern.

Maus

Bergauf und Bergab

Also zurück aus der Schweiz. Der Holsteinischen. Der Große wünschte sich nach zwei Tagen Radfahren, es gäbe eine Welt, in der man immer nur bergab fahren bräuchte. Wozu haben wir ihm das Rad mit 24 gottgegebenen Gängen zum Geburtstag geschenkt?

Haare ohne Ende

Ja, lieber Bergemensch, so geht das los, wenn man einunddreißig ist. Die Haare, an die man sich in drei Jahrzehnten gewöhnt hat, verfärben sich oder segnen das Zeitliche. Trost ist jedoch nahe: An den unmöglichsten Stellen beginnt dafür ein nie dagewesener Bewuchs. Und so erfüllt sich ein Teil der Wünsche in diesem kleinen Lied (schon wieder diese Band):

„Ich will einmal nach Saarbrücken (Ja, Saarbrücken wäre nett).
Ich will Haare auf dem Rücken (und ein rosa Himmelbett).
Ich will nie etwas glauben, was es gar nicht gibt.
Ich möchte mal ein Model treffen, daß sich in mich verliebt.“

die ärzte – Ich wär gern Madonnas Dickdarm

Pre-Baby Blues

Gesegnete Ostern! Wir hatten zu Hause bei wechselnden Protagonisten …

  • … Hörsturz
  • … Kehlkopfentzündung
  • … Scharlach
  • … Schwangerschaft im Endstadium (noch zwei Wochen)

Gab aber auch schöne Momente – so hatte ich mal richtig Zeit für die Kinder.