Archiv der Kategorie ‘erinnern‘

 
 

Nomen est Omen

Wir konnten damals nicht ahnen, dass wir die Ältere nach einem Topmodel benennen würden – das Namensvorbild war eine Nachbarstochter und die Karriere noch nicht absehbar. Aber dass unsere jetzt den Klassenfahrt-Modelwettbewerb gewonnen hat, gibt uns doch zu denken.

Don’t look back in anger

Sollte noch sein, der Rückblick.

Zugenommen oder abgenommen? Zu. Einer muss es ja tun in der Partnerschaft.
Haare länger oder kürzer? Kürzer. Ich lasse mittlerweile auch den Aufsatz vom Haarschneider weg.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Man sieht nur mit dem Herzen gut … nee, da ist nichts passiert.
Mehr Kohle oder weniger? Laut dem Zettel meines Arbeitgebers mehr. Laut Kontostand weniger, die Kinder werden halt anspruchsvoller.
Mehr ausgegeben oder weniger? Siehe den vorigen Satz.
Mehr bewegt oder weniger? Ich habe mich bewegt und mich zum 28. Februar 2010 nach Jahrzehnten endlich von der Universität gelöst. In anderen Bereichen habe ich eher weniger geschafft.
Der hirnrissigste Plan? Ohne konkrete Job- oder Projektzusage den WiMi-Vertrag nicht zu verlängern.
Die gefährlichste Unternehmung? Leben. “Gefahr” ist mein zweiter Vorname.
Der beste Sex? Aber Hallo!
Die teuerste Anschaffung? Das teuerste Einzelstück dieses Jahr war tatsächlich der Monitor, vor dem ich hier sitze.
Das leckerste Essen? Dieses Jahr war meine einzige Lasagne sehr exquisit. Selbst Tage später und kalt genossen.
Das beeindruckendste Buch? Presentation Zen. Hat in gewisser Weise mein Denken über Präsentationen und Vorträge komplett umgekrempelt.
Der ergreifendste Film? Ich kuck ja nix.
Die beste CD? Backspacer von Pearl Jam.
Das schönste Konzert? U2 im Olympiastadion.
Die meiste Zeit verbracht mit …? Der Familie.
Die schönste Zeit verbracht mit …? Der Liebsten.
Vorherrschendes Gefühl 2009? Graduelle Verschlimmerung der Stresssymptome.
2009 zum ersten Mal getan? E-Gitarre gespielt.
2009 nach langer Zeit wieder getan? Schneeballschlachten.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Bluthochdruck, den Riss im Macbookgehäuse und die Lautstärke unseres Wäschetrockners.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Nicht hier.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Das Keyboard für die Familie … äh nein, natürlich die Älteste. Aber wir haben alle eine Menge Spaß damit.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Der LEGO-X-Wing unterm Baum. Mit Luke, Leia, Jan und Chewie. Was will man mehr?
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? “Mach dich nicht kleiner, als du bist.”
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? “Ich liebe dich.”

Wer will, der darf. Von den beiden würd ich es gern wissen wollen.

Ein Stöckchen

Für Content tu ich alles. Ein Stöckchen, gefangen bei Reauxnis.

1. Sechs Namen, auf die du hörst:

Magnus (in neuerer Zeit nennen die ihre Kinder so, aber ich mag meinen Vornamen immer noch). Maggi (die alte Schulzeit, habe ich irgendwann akzeptieren müssen). Schlumpi (Meine Eltern. Never call me “Schlumpi” again. Never!). magnum (Klein, war meine erste UID als Informatikstudent an der TUB. So was muss man sich als Nerd merken). GrindCrank (Mein Standardnick im Web). Maggenutte (Nannten mich ein paar Idioten in der Schule, denen ich aber jetzt, nach mehr als 20 Jahren, vergeben habe.)

2. Drei Dinge, die du gerade trägst:

Eine klassomatene schwarze G-Shock-Uhr, die meine sich leider auflösende blaue G-Shock-Uhr abgelöst hat. Ein Headset. Einen Ehering, jetzt schon seit über 15 Jahren.

3. Drei Dinge, die du dir wünschst:

Eine Arbeit, wo ich für das bezahlt werde, was ich tue und das tue, wofür ich bezahlt werde. Einen Caddy Life Maxi. Und alles aus dem Lied “Madonnas Dickdarm“, außer Haare auf dem Rücken, die habe ich schon.

4. Drei Dinge, die du gestern, gestern Nacht und heute getan hast:

Gestern habe ich mich über meinen Job geärgert. Gestern Nacht bin ich mit dem Rad aus Mitte nach Hause gefahren und habe versucht, eine Begegnung mit einem unangenehm lauten, unhöflichen und sehr hohlen Menschen aus meinem Kopf zu verdrängen. Heute habe ich beschlossen, mich nicht mehr ärgern zu lassen.

5. Zwei Dinge, die du heute gegessen hast:

Ein belegtes Toast mit Schinken. Ein belegtes Toast mit Ei. Nein, es war Käse.

6. Zwei Leute, mit denen Du zuletzt telefoniert hast:

Mit Jens und Björn.

7. Zwei Dinge, die du morgen tun wirst:

Telefonkonferenzieren. In den Hörer beißen.

8. Drei Lieblingsgetränke:

Cherry Cola. Southern Comfort mit Ginger Ale. Bio-Vollmilch.

Damit die auch mal was schreiben, werfe ich das Stöckchen zu Thomas, Jens und Matthias.

Nachtrag zur XInnovations 2009: E-Justice

Publikum Es gab da ja verschiedene lehrreiche Workshops auf der Konferenz. Am schönsten, rein vom Namen, fand ich “E-Justice”. Wenn ich das las, assoziierten meine Synapsenmännchen jedes Mal aufregende Dinge. So tanzten vor meinem inneren Auge vorbei: Lügendetektoren und Elektroschockgeräte, Robocops auf den Straßen dieses Landes, Künstliche Intelligenzen, die das Gericht ersetzen oder aber auch Roboter, die sich vor einem Tribunal wegen Verstoßes gegen die Asimovschen Gesetze verantworten müssen.

Nächstes Jahr werde ich mir mal ansehen, worum es da wirklich geht.

XInnovations 2009 – Eine Retrospektive

Die alljährliche Konferenz, auf der ich wechselweise als Mitarbeiter, Vortragender, industrieller und universitärer Aussteller herumlungere, ist vorbei und es ist Zeit, Rückschau zu halten – auf die gewohnt undifferenzierte und schnoddrige Art.

  • Bin ich froh, dass ich Montag nicht bei diesem E-Marketing-Track war. Laut meinen unzureichenden Informationen hat man dort (wir schreiben 2009!) Weblogs als irre neue Methode, seinen kleinen Lampenladen zu promoten, vorgestellt. Und morgen sind wir auf einem Maschinenbauworkshop, wo wir das Konzept “Zahnrad” erklären.
  • Der ganze Aufwand mit Stand, Monitor und Plakat (danke noch mal, Olga) war für 1,5 Gespräche am Dienstag schon echt überzogen. Nicht noch mal. Allerdings war der Nachbarstand noch aufwändiger – vier kleine IT-Consultants, und das die ganze Zeit. Aber Consultants haben ja auch kein Zuhause.
  • Glücklicherweise machten mich die Leute vom Nachbarstand darauf aufmerksam, dass nach dem Erfirschungsgang zur Toilette 50% meiner Kragen hochgeklappt waren. Hätte cool aussehen können, wenn es nicht der Jackett- und der Hemdkragen nur auf der rechten Seite gewesen wären. Danke noch mal, EsPresto.
  • Die Aufteilung in zwei Veranstaltungsorte sorgte erstens dafür, dass die zwangsrekrutierten Kolleginnen und Kollegen permanent überlastet waren (danke noch mal, Birgit, Ralf und Anne) und zweitens bestand ständig die Gefahr, dass ein über die Dorotheenstraße hastender Konferenzteilnehmer unter einer Straßenbahn kleben blieb.
  • An die Person, die uns am Dienstagnachmittag wie ein kleiner Hund folgte und auf Nachfrage sagte, sie habe “was mit dem CCC zu tun”: Echtes Interesse ist was anderes.
    Auf die Frage “Was ist denn das Thema von diesem ALETHEIA-Projekt” antworte ich “Naja, offiziell ist das Thema Semantische Föderation von umfassenden Produktinformationen”. Darauf dann wiederum wissend “Ah” zu antworten und dann zu fragen, ob das was mit Föderalismus zu tun hat, wirkt eher ungünstig. Dass du später am Abend auch noch davon geschwärmt hast, dass das Internet ja auch so viele neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit eröffnet (wir schreiben 2009, ich wiederhole mich!), mag am Sekt gelegen haben und du bist ja auch schnell umgeschwenkt, als wir sagten “Du meinst das Semantic Web?!” Aber der CCC sollte sich für so was echt schämen.
  • Der Abendempfang war wie jedes Jahr: Essen geht so bis schlecht, Nachtisch super (Kürbismousse mit Minzsahne), kein Bier weit und breit und immer die gleichen Gesichter.

Ich will zurück

Wer auch immer hier zuschlägt, hat sich ein wesentliches Stück Kultur der Achtziger gesichert. Das Haus, oder besser die Garage der Eltern von Ferris’ Freund Cameron aus “Ferris macht blau” (“Ferris Bueller’s Day Off”) steht zum Verkauf.

Also das Haus, in dem dieser Ferrari untergebracht ist, bei dem sie versuchen, den Tacho zurückzuspulen, woraufhin das Auto von der Konstruktion rutscht und die Panoramascheibe durchbricht … ahhh, ich muss den Film mal wieder sehen.

Via RetroThing.

Was tun am Wochenende?

Kindertag im FEZ

Wir werden den Ossis ein Ossi, packen Kinder und Kegel in die S-Bahn und fahren in die Wuhlheide zum Kindertag, anstatt wie ordentliche Christenmenschen zum Pfingstmontagsgottesdienst zu gehen. Das FEZ atmete wirklich noch streckenweise den Muff des untergegangenen Sozialistischen Paradieses aus. Besonders manifestierte sich das in den Wartegemeinschaften in den Schlangen vor den Essensständen: Eine Stunde für Bockwürste (“Bratwurscht is grade aus, junger Mann!”), eine halbe Stunde für Eis. Aber die Kinder hatten Spaß und durften sogar zusammen mit KiKa-Moderator Juri auf der Bühne stehen und tanzen.

Tausend angespannte Kinder

An eines langen Tages Abend

Ziehen wir mal Bilanz:

Der Älteste: Aufgerissener Knöchel, von Papa mit Klammerpflaster und Hansaplast liebevoll behandelt.

Die Ältere: Konnte wegen akuter Bauchschmerzen nicht an der Schulspeisung teilnehmen und kam früher nach Hause (Auslöser vermutlich Lampenfieber wegen des schulinternen Talentwettbewerbs).

Die Jüngere: Schafft es, kurz vor dem Abendessen noch mit dem Fahrrad einen Stunt hinzulegen. Und sich selbst gleich mit, und zwar auf Nase und Kinn. Von Mama gepflastert.

Nur der Jüngste hat den Tag bisher ohne Blessuren überlebt. Ich muss noch mal die faire Verteilung von Schutzengelpotenzial anmahnen. Mach ich dann beim Nachtgebet.

Aufbau eines Wortschatzes

In den süßen Achtzigern gab es ja auch diese Hefte, bei deren Anblick meine Mutter immer die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Ich lieh sie mir von Lars aus, der immer einen reichhaltigen Vorrat zu Hause hatte, vom Gebrauchtcomicladen mit Tausch und Zuzahlung günstig erstanden. Und was für wunderschöne Wörter, was für wunderschöne Namen doch in diesen Heften auftauchten:

Lechz

Fummeln

Fröhn

Weizenkeim

Der böse Watz

Unvergessen auch die Filmparodien. Die kleinen Zeichnungen an den Hefträndern. Das Klappbild auf der letzten Seite.

Schöne Sprüche, die man so nicht mehr hören wird

“Sieht ja aus wie’n langhaariger von Moskau ferngesteuerter Bombenleger.”