Warum Safari doch doof ist

Als agnostischer Apple-Besitzer bin ich vor einigen Monaten vom Firefox, dem ich seit vielen Jahren und verschiedensten Betriebssystemvarianten treu war, auf Safari umgestiegen. Hauptgrund dafür war meine Hoffnung, einen Browser zu bekommen, der sich einfach schmucker in die restliche GUI integriert und vor allem, jemanden zu haben, der auf meinem Weg durch das große weite Web nicht andauernd meine Cookies vergisst.

Seit einigen Tagen bin ich nun wieder zurückgeschwenkt. Zur Entscheidungsfindung für die kommenden Generationen einige Punkte, warum Safari doch doof ist:

  • Der angeblich existente Geschwindigkeitsvorteil bei Safari ist für mich einfach nicht nachvollziehbar.
  • Der Safari vergisst auch andauernd Cookies. Und ja, ich habe schon alles probiert. Und nein, es ist nicht eingestellt, dass der Browser Kekse nach zwei Wochen wegwirft.
  • Es gibt keine vernünftige Lesezeichensynchronisation für Safari. XMarks (ehemals Foxmarks) gibt es zwar für alle Browser, auf Safari kann man aber nichts einstellen, sondern ist gezwungen, seine Lesezeichen auf einem externen Server abzuspeichern.
  • Web-Entwicklung: Um Webanwendungen zu entwickeln, brauche ich vernünftige Werkzeuge. Die eingebauten Entwicklertools bei Safari sind ja nicht völlig verkehrt, aber gegen den Web Developer Toolbar und Firebug können die doch nicht anstinken.
  • Suche: Ich hatte mir zwar Saft besorgt, dann aber doch schmerzlich mein Firefox-Suchfeld vermisst. Bei Saft sind die möglichen nutzbaren Suchmaschinen vorgegeben, beim Firefox kann ich auf sehr vielen Seiten, die eine Suche anbieten, einfach „Diese Suche hinzufügen“ und schwuppdiwupp auf einmal in Google Maps, RubyForge oder anderswo suchen.
  • Adblocking unter Firefox (ich nehme AdBlock Plus) ist ungleich mächtiger als Safari+Saft.
  • Tabs auf Safari sind doof und es gibt keine externen Lösungen wie Tab Mix Plus. Ich will beispielsweise meine Tabs in zwei Reihen darstellen können.
  • Überhaupt Erweiterungen: Für den Firefox gibt es für jedes Problem gleich mehrere Add-Ons, aus denen man auswählen kann. Für Safari gibt es, wenn man Glück hat, ein Plugin, das nicht richtig funktioniert, dafür aber Geld kostet. Klasse!

5 Gedanken zu „Warum Safari doch doof ist

  1. Motte

    Schon fast 3 Jahre her, aber trotzdem: Bravo! Heute noch (!) hinkt Safari in fast allen Bereichen sogar nicht mehr so populären Browsern wie Opera deftig hinterher. Da nutzen auch eine verlockende Readerbar und rundum-Sync. der Lesezeichen mit meinen jeglichen Mac’s, IPhones & IPads nichts. Leider. Mir ging es genau wie Dir und ich starte schon den 3 Versuch, auf Safari umzusteigen. Um nur annähernd an die Funktionalität von TabMixPlus zu kommen, brauche ich heute (2012!) noch mindestens 3 Erweiterungen und ärgere mich immer noch über – wie Du damals – das Unvermögen von Safari 2 Tabreihen darzustellen, Lesezeichen alphabetisch zu ordnen etc. Mac hat vieles, was besser ist als Windows, ich bin seit 16 Jahren Windows-Supporter, kenne das Betriebssystem in und auswendig. Aber Apple schafft es einfach nicht, ein paar besonders ärgerliche Sachen so zu machen, wie der Rest der Welt auch (Beispiel: ISO-Zertifizierte Tastatur. Warum um alles in der Welt muss Apple das @ Zeichen so platzieren, dass man sich jedes mal fast den Ringfinger bricht?).

    Leider gibt es immer Kommentare wie von „Bergmensch“. Das sind Leute die nur Mac kennen oder einfach Windows zu schlecht kennen.

    LG, Motte

  2. maggi Artikelautor

    Nun ja, deine Kritik in allen Ehren, aber „Bergemensch“ darf als einer meiner besten Freunde jeglichen ironischen Kommentar auf meinem Blog verfassen (Smiley übersehen?). Andere müssten sich so ein Recht hart erarbeiten …

  3. maggi Artikelautor

    Und noch eine späte Anmerkung: Mittlerweile bin ich von Firefox auf dem Mac zu Chrome gewechselt. Warum, wäre noch mal einen Artikel wert, wenn ich denn etwas Muße hätte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.