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Gute-Alben-Liste: Kettcar

Du und wieviel von deinen Freunden„, Kettcar, 2002

Ja, ich bin über dreißig. Ja, ich mag an Liedern, wenn sie gute Texte haben. Als A. mir vor ein paar Jahren mal die Musik rüberschob („Hier, das ist bestimmt was für dich“), meinte ich gerade meine Deutschrockphase überwunden zu haben. Aber an „Du und wieviel von deinen Freunden“ konnte ich mich tatsächlich wochenlang nicht satthören. Endlich verstand mich mal jemand, mit all den Befindlichkeiten eines Menschen über dreißig, der nicht das im Leben geschafft hat, was er sich mal erträumt hat und sich irgendwie durchwurstelt.

Außerdem mochte und mag ich an Kettcar, dass man die Lieder leicht nachspielen kann, sie sind so schön einfach. Und man kann Kettcar wunderbar für Blogzitate benutzen. Dafür verzeihe ich ihnen auch die grammatikalischen Schnitzer, die eh ein Merkmal der GHvC-Bands zu sein scheinen und auch den dusseligen Drumcomputer auf „Im Taxi weinen„.

Ich sage auch nichts mehr gegen Coldplay.

Hetero und männlich, blass und arm,
weil wir bleiben, wie wir waren und
„Feuer frei und weiteratmen“

Im Taxi weinen – Kettcar

Völlig subjektiv: Gute-Alben-Liste

Weil das ja jetzt hier zur Sprache kam. Und hier aber auch.

Ich beginne mal eine lockere Liste, völlig subjektiv und ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit. Hier stehen Alben, die ich wirklich gut finde, was bei einem Album bedeutet, dass es mich so erwischt hat, dass ich mich immer wieder dran erinnere oder es ohnehin den ganzen Tag noch mal hören könnte. Und Obacht vor der Dahlmannschen Regel: „Es gibt immer ein Lied auf einem Album, das nervt. “

Den Start macht

So„, Peter Gabriel, 1986

Hatte ich damals aus der Bücherei als LP ausgeliehen. Es war zumindest nur so weit zerkratzt, dass man noch alles ohne Nadelhopser auf Kassette aufnehmen konnte. Bei „Don’t give up“ kommen mir heute noch die Tränen – eines der trostreichsten Lieder, die es gibt. Sledgehammer ist mit Bläsern, macht mich tanzen. Bei Red Rain muss ich seltsamerweise immer an eine Chemiekatastrophe wie in Bhopal oder Seveso denken, dabei scheint der Text gar nichts damit zu tun zu haben. That voice again ist das Lied, das nervt.

Was noch folgen wird:

Kettcar – Du und wieviel von deinen Freunden

Red Hot Chili Peppers – Californication

Little Earthquakes – Tori Amos

… und vieles mehr.

Was tun am Wochenende?

Wir nehmen uns die Ältere als Begleitperson mit, weil man als Erwachsener ja nicht einfach da reinkommt und besuchen endlich mal das Legoland Discovery Center. Statt Gottesdienst, weil man morgens am wenigsten anstehen muss. Fazit: War nett, aber nicht umwerfend. Höhepunkt war unseres Erachtens der 3D-Film und das Autobauen und -testen sowie der Indiana-Jones-Soundtrack im Dschungel. Vergessen kann man die Fabrik, das Café (Hot Dogs nur noch bei IKEA) und das Miniland – letzteres enttäuschte bis auf Seeed vor dem Reichstag und wahrscheinlich auch nur deswegen, weil ich als Kind in Billund legozialisiert wurde.

Testauto

Eigenkonstruktion

Seeed vor dem Reichstag

Seeed vorm Reichstag

Wir in der Kugel

Eine Vater-Tochter-Sache

Geschafft

In Eutin haben sie schon vor Jahren vorausschauend eine Straße nach ihm benannt:

Für Steffen

Aber gestern hat er sich dann tatsächlich erfolgreich gegen drei dem Anschein nach größere und klügere Professoren verteidigen können. Gratuliere, Dr. Steffen Evers:

Steffen nachher

Am Rande: Ich habe übrigens meine Promotion zu den Akten gelegt  – bis zur Rente.