Monatsarchiv für Oktober 2009

 
 

Lachen mit Gott

Die unvergleichliche Regina Spektor hat ein neues Lied gemacht. Es kann ein eingefahrenes Gottesbild ganz schön durchrütteln und schütteln, aber hört selbst:

But God can be funny
At a cocktail party when listening to a good God-themed joke
Or when the crazies say He hates us
And they get so red in the head you think they’re ’bout to choke

God can be funny
When told he’ll give you money if you just pray the right way
And when presented like a genie who does magic like Houdini
Or grants wishes like Jiminy Cricket and Santa Claus
God can be so hilarious
Ha ha
Ha ha

Regina Spektor: Laughing With

Via Pastorsandy.

Die fetten und süßen Jahre

Es war schon im Morgengrauen, als die Festlichkeiten auf der Mittelmeerinsel sich langsam, aber unerbittlich dem Ende zuneigten. Die Einwohner der Insel uns ausgewählte Touristen, darunter auch Jenni L. und ich, waren eingeladen, das auf der Strandpromenade aufgebaute Büffet zu plündern und sich die Teller noch einmal mit den schönsten Kostbarkeiten zu beladen.

Allerdings waren die eher “leichten” Speisen schon längst gegessen, was übrig blieb, waren vor allem fett- und zuckerhaltige Dinge. Dort türmten sich noch knusprige braune Hähnchenschenkel, Schokoladenkuchen, Sandwiches, zwischen deren Brotscheiben vor allem triefende ausgebratene Speckscheiben Platz fanden und Desserts, deren bloßer Anblick einen schon um mehrere Kilo zunehmen ließ. Jenni und ich, wir ließen uns aber nicht davon abhalten, ein um das andere Teil auf unsere Teller zu packen, ja, es entstand schon ein kleiner Wettbewerb, wer wohl die meisten Köstlichkeiten sichern könne.

Es ging so lange gesittet zu, bis wir den Grill entdeckten, auf dessen Rost sich eine einzelne Scheibe köstlich duftenden Bacons befand. Nach einigen Minuten unwürdigen Hin- und Hergezerres beschlossen wir, unterstützt von einem der herbeigeeilten Küchenhelfer, die Scheibe horizontal zu teilen. Da ich jedoch bemerkte, dass die von Jenni ausgesuchte obere Hälfte viel größer war als meine, brachte ich durch lautes Protestieren den Koch dazu, den Speck vertikal zu zerteilen. Als er gerade sein Tranchiermesser ansetzen wollte …

… wachte ich auf. Jetzt habe ich den ganzen Morgen diesen Speckgeruch in der Nase.

Grüner Daumen

Der Ficus im Büro der Kollegen hat nach meiner Ansicht endgültig aufgegeben. Nur die Kollegen wollen es noch nicht wahrhaben.

“Wir haben ihn noch einmal mit der Blattseite* zum Fenster gedreht.”

“Der kommt noch.”

“Quasi im Grab rumgedreht.”

Ficus

Ich kann die Hoffnung nicht teilen, bewundere aber den Langmut der Kollegen.

*) Unter Blattseite ist die Seite des Baums zu verstehen, an der das letzte noch verbliebene Blatt hing.