Monatsarchiv für Juni 2009

 
 

Wie das ist

Dieses Ding bringt mich – auch nach Jahren – immer noch zum Weinen. Hält mir den Spiegel vor und zeigt mir meine ganze Überheblichkeit gegenüber den “Geringsten” (ein uralter, aber recht passender biblischer Ausdruck).

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.

Lukas 6, 36+37

Wunderschöne Wörter

Einer unserer Studenten bezeichnete die Programmiersprache Perl gestern als “Schweizer Armeekettensäge“. Ich hätte es nicht schöner umschreiben können. Kann alles, aber wie leicht hat man sich damit den Fuß abgesägt …

Stromgitarre lernen

Jetzt werde ich Rockstar – in 30 Tagen zum Ruhm. Ich habe diese schöne Webseite mit lauter Videos entdeckt, auf denen man die tollsten Sachen für Gitarre lernen kann und muss mich stark zurückhalten, zu “Summer of ’69″ nicht lautstark mitzusingen. Die Stromgitarre ist ja glücklicherweise mit einem USB-Interface an das Macbook angestöpselt.

Welcher Wagen wird’s werden?

Mit Hilfe dieses Flash-Applets kann man an Hand seiner Tweets (für nicht Webzwonull-Affine: dieses sinnfreie Gequarke, in diesem Blog rechts) herausfinden, welcher Volkswagen zu einem passt. Kompletter Humbug – bei mir ist das ein “Volkswagen GTI”. Was ist das auf Deutsch? Und warum kein Multivan oder ein Caddy Maxi Plus?

Via Off The Record.

Neil Patrick Harris und Schuhe und die Sesamstraße

In der Reihe “Tolle Leute, die in der amerikanischen Sesamstraße auftreten” geben wir Ihnen heute, werte Leserinnen und Leser, Neil Patrick Harris (mir begeisternd bekannt aus “How I Met Your Mother” und “Dr. Horrible’s Sing-Along Blog“) als Schuhe verteilenden Engel in der Sesamstraße:

Liebe Linkspamkommentierer

Auch wenn ihr euch die Mühe gebt, einen wenigstens halbwegs zum Artikel passenden Kommentar abzugeben, so merke ich doch recht deutlich, wenn ihr nur hier einen Link auf ein werbliches Angebot platzieren wollt. Ich werde also in Zukunft derartige Links durch viel lustigere oder schönere ersetzen, mit denen ich für was werbe. Schließlich bezahle ich ja auch den Server.

Wenn ihr gerne eure Webangebote verlinkt haben wollt, können wir auch über ein Bezahlmodell sprechen. Ansonsten, sollte sich jemand beschweren: Das ist mein Blog, ich bin Admin und ich darf das.

Schönen Tag noch.

Kleines Rätsel

Ich bin in der vergangenen Woche zwei Mal dort hängen geblieben, wo gelangweilte Nachtschwärmer einen Stromkasten zur Kunstinstallation mitten in der Stadt gemacht haben.

Urbane Installation

Wo ist das?

Zwei Dinge, die mir heute das Herz brachen

Zum einen war da dieser sicherlich im Zorn, aber ehrlich und gut geschriebene Artikel von Sara über kalte Menschen auf bösen Parties. Mir fielen all die scheinbar vergeudeten Stunden ein, die ich mit echten Junkies verbracht habe, damals in meinen Zwanzigern bei Teen Challenge und in dieser kleinen verpissten Einrichtung an der Gedächtniskirche.

“Ihr habt keine Politik, ihr habt keine Seele, ihr habt nur Facebook und Twitter und die Partys, von denen ihr erzählen könnt- und die Aufmerksamkeit eurer Peer Group.”

Zum anderen diese kleine, junge, armselige Familie auf dem Nachhauseweg, Brunnenstraße kurz vor dem Bahnhof Gesundbrunnen. Er Bikertyp, schob seine Frau im Rollstuhl – und der Rollstuhl sah definitv wie einer aus, den man schon eine ganze Weile besitzt und in dem man noch sehr lange sitzen wird. Und auf ihrem Schoß ein vielleicht ein Jahr altes Kind.

Wie einige meiner frommen Freunde vielleicht auch zu Recht kritisieren mögen, kommt von meinem Glauben auf diesen Seiten nicht so viel vor. Was auch daran liegt, dass mir manchmal die passenden Worte nicht einfallen wollen. Aber eins habe ich auf dem Rad nach Hause doch gemerkt – würde ich nicht überzeugt davon sein, dass mein Gott mindestens die gleiche Wut und die gleiche Trauer  über die Menschen in dieser Stadt empfindet wie ich, ich würde entweder dicht machen und gar nichts mehr an mich ranlassen – oder selbst zerbrechen.

In eigener Sache

Wie Menschen mit “kleinen” (hüstel) Geräten, also Notreallynotebooks mit einer Displaybreite von 1024 Pixeln und kleiner schon feststellen konnten, ist dieses Theme nicht so gut für sie geeignet, weil der Hauptinhalt ganz am linken Rand klebt. Ich werde mal zusehen, ob ich das nicht angepasst kriege.

Aber wenn jetzt einer mit seinem Handy kommt und sich beschwert, dass er das auf 240×180 Pixeln nicht richtig sehen kann, empfehle ich einen textbasierten Brauser.

Falsches Beinkleid

Sie so (Herrin-zu-Dienstboten-Tonfall): “Hallo, sagen Sie mal, wo ist denn der Hausmeister? Da sollte im Computerraum ein Loch in die Wand gebohrt werden …”

Ich so: “Ich habe wirklich keine Ahnung, gute Frau. Ich hole hier nur meine Tochter ab.”

Sie so (sichtlich aus dem Konzept gebracht): “Oh, äh … ich dachte, Sie gehören zum Hausmeister. Ich meine …” (deutet auf meine Hose) “… wegen der Hose und so.”

Vielleicht sollte ich doch die alte bequeme Telearbeitsplatzhose gegen was Schickeres wechseln, wenn ich zur Schule fahre.