Die Ärzte sind widerlegt
Buddy Hollys Brille ist gar nicht verschwunden.
Magnus Niemanns Blog
Buddy Hollys Brille ist gar nicht verschwunden.
Eine Menge feiner Tiere für die Illustration meines Werdegangs als Geek sind im Berliner Aquarium zu finden:
Ein grüner Python.
Das SuSE-Chamäleon.
Eine Schildkröte mit Turtle-Grafik drauf, Erinnerungen an meine Aufgabe im OO-Praktikum werden wach.
Dem grauen Berliner Winterhimmel entfliehen, ins Aquarium gehen und uns an der schöpferischen Vielfalt de Unterwassernatur erfreuen:
Mehr auf Ihrem Onlinebilderportal mit beigeordnetem Diskussionsforum.
“Du und wieviel von deinen Freunden“, Kettcar, 2002
Ja, ich bin über dreißig. Ja, ich mag an Liedern, wenn sie gute Texte haben. Als A. mir vor ein paar Jahren mal die Musik rüberschob (“Hier, das ist bestimmt was für dich”), meinte ich gerade meine Deutschrockphase überwunden zu haben. Aber an “Du und wieviel von deinen Freunden” konnte ich mich tatsächlich wochenlang nicht satthören. Endlich verstand mich mal jemand, mit all den Befindlichkeiten eines Menschen über dreißig, der nicht das im Leben geschafft hat, was er sich mal erträumt hat und sich irgendwie durchwurstelt.
Außerdem mochte und mag ich an Kettcar, dass man die Lieder leicht nachspielen kann, sie sind so schön einfach. Und man kann Kettcar wunderbar für Blogzitate benutzen. Dafür verzeihe ich ihnen auch die grammatikalischen Schnitzer, die eh ein Merkmal der GHvC-Bands zu sein scheinen und auch den dusseligen Drumcomputer auf “Im Taxi weinen“.
Ich sage auch nichts mehr gegen Coldplay.
Hetero und männlich, blass und arm,
weil wir bleiben, wie wir waren und
“Feuer frei und weiteratmen”
Im Taxi weinen – Kettcar
“Citroën legt die DS neu auf” – was für eine lächerliche Ankündigung angesichts der dann stattgefundenen PR-Aktionen der französischen Autobauer. Pupsige Kleinwagenmodelle, die an die “Göttin” von früher unter gar keinen Umständen ranreichen. Sie hätten die Neubelebung der zwei Buchstaben lieber bleiben lassen sollen, das hätte ihnen vermutlich eine Menge Spott und Häme erspart.
Weil das ja jetzt hier zur Sprache kam. Und hier aber auch.
Ich beginne mal eine lockere Liste, völlig subjektiv und ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit. Hier stehen Alben, die ich wirklich gut finde, was bei einem Album bedeutet, dass es mich so erwischt hat, dass ich mich immer wieder dran erinnere oder es ohnehin den ganzen Tag noch mal hören könnte. Und Obacht vor der Dahlmannschen Regel: “Es gibt immer ein Lied auf einem Album, das nervt. ”
Den Start macht
Hatte ich damals aus der Bücherei als LP ausgeliehen. Es war zumindest nur so weit zerkratzt, dass man noch alles ohne Nadelhopser auf Kassette aufnehmen konnte. Bei “Don’t give up” kommen mir heute noch die Tränen – eines der trostreichsten Lieder, die es gibt. Sledgehammer ist mit Bläsern, macht mich tanzen. Bei Red Rain muss ich seltsamerweise immer an eine Chemiekatastrophe wie in Bhopal oder Seveso denken, dabei scheint der Text gar nichts damit zu tun zu haben. That voice again ist das Lied, das nervt.
Was noch folgen wird:
Kettcar – Du und wieviel von deinen Freunden
Red Hot Chili Peppers – Californication
Little Earthquakes – Tori Amos
… und vieles mehr.
Aus der Reihe “Namen, die ich anmelden wollte und die es dann völlig überraschend schon gibt”:
A long, long time ago…
I can still remember
How that music used to make me smile.
And I knew if I had my chance
That I could make those people dance
And, maybe, they’d be happy for a while.But February made me shiver
With every paper I’d deliver.
Bad news on the doorstep,
I couldn’t take one more step.I can’t remember if I cried
When I read about his widowed bride,
But something touched me deep inside
The day the music died.
Dank an Spreeblick für die Erinnerung. Am 3. Februar starb Buddy Holly bei einem Flugzeugabsturz. Ich muss bei dem Lied oben immer eine kleine Träne verdrücken.
Ach ja: Eine völlig andere Perspektive auf das Geschehene boten natürlich die ärzte mit “Buddy Hollys Brille“.
Drüben bei Freunden läuft gerade eine Runde Nostalgie – wir erinnern uns der Musik aus vergangenen Tagen. Wo ich gerade an die Achtziger denken muss:
Schön der Moment, als Lars und ich in der Disco unbedingt diese spezielle Klatschtechnik von Billy Idol im Video zu “Flesh For Fantasy” ausprobieren wollten. Dabei schlugen wir praktisch gleichzeitig unsere Nervi ulnarii (also jeder einzeln) so dermaßen unglücklich gegeneinander, dass wir erst einmal raus in den Schnee mussten, die Ellbogen abzukühlen.
Hier zum Üben: