Monatsarchiv für Oktober 2007

 
 

Protestbus aus den Niederlanden

Was haben diese Holländer eigentlich gegen Effenberg? Der ist doch eh schon weg.

 Effe weg

Grindblog präsentiert: matthias vs. bergemensch

Die Reihe geht außer der Reihe weiter mit einer Neuvorstellung in Blogland dort draußen. Frisch aus der Taufe gehoben, treten die Freunde Matthias und Jens mit “matthias vs. bergemensch” an, einem Blog zweier Tagträumer, die ihre Gedanken über Gott, Mensch und das Leben in Dialogform gießen und auf die unschuldige Menschheit loslassen.

Es macht mich schon ein bisschen stolz, sagen zu dürfen, dass ich zumindest einen der beiden (zumindest indirekt) auf das Lesen von Blogs und damit auch auf das Bloggen selbst gebracht habe. Wenn ich mich recht entsinne. Mein einziger Kritikpunkt wäre die Verwendung der Bezeichnung “der Blog”. Aber die jungen Blog-Padawane lesen sowas ja heutzutage in der Presse und übernehmen das dann bedenkenlos. Also auf jeden Fall alles Gute euch beiden!

Aus(serhalb) der ReiheGrindblog präsentiert“.

War ja nicht alles schlecht damals

… oder eben doch. In den Diskussionen um Eva H. und ihre geistigen Ausfälle und insbesondere die reaktionären Reaktionen konservativer Geschwister “im Herrn” (Tja, Geschwister kann man sich nicht aussuchen), die ich zum Teil mitbekomme, möchte ich auf eine großartige Liste von Haso hinweisen, die in der berechtigten Frage mündet:

“Was also war an der nationalsozialistischen Familienpolitik gut?”

Ach ja, und die Autobahnen hat Adolf H. auch nicht bauen lassen. Danke, Peter!

Friss dies

Egoload - Spontaner Idealist

Heute wird gestreikt

Da ich nicht mit dem Fahrrad in die sporadisch verkehrende S-Bahn steigen wollte – ich wäre sicher nicht heil dort herausgekommen – habe ich den schönen Morgen dazu genutzt, mit dem Rad die zwanzig Kilometer zur Arbeit zu fahren. Abgesehen von der Anstrengung ist das noch die schönste Art, bei Streik durch die Stadt zu kommen.

Streiktag

Die Autofahrer, die sich schon bis in die Kleinstraßen stauend in ihr Lenkrad verbeißend gegenseitig verfluchten (“Warum muss der Idiot heute mit dem Auto zur Arbeit fahren?”), überholte ich fröhlich pfeifend rechts auf dem Radweg. Die Leute, die auf den ÖPNV angewiesen sind, quetschten sich zu Hundertschaften in die Ersatzbusse der U9, nur um dann zum Beispiel an der Putlitzbrücke in die nur alle zwanzig Minuten fahrende S-Bahn überzuwechseln, wo ihnen dann im hautnahen Kontakt mit Axel, dem schwitzenden Schweißer eine Demonstration der olfaktorischen Vielfalt unserer Stadt geboten wurde.

Vom Wert der Musik oder “It’s up to you”

Also, Radiohead revolutioniert ja gerade so ein bisschen das Geschäftsmodell von Musik im Web, indem sie ihr neues Album “In Rainbows” auf ihrer Seite zum Download anbieten und beim Preis dann schreiben “It’s up to you”. Interessant finde ich dabei die Frage, wieviel das Album den Leuten eigentlich wert ist, wenn man wie zum Beispiel hier einerseits liest, was Radiohead doch für eine tolle Band sind, wie fein auch das neue Album daherkommt, und andererseits dann davon geschwärmt wird, dass das ja alles umsonst sei.

Ist es nicht, oder? Die Band lässt mir nur die Wahl, selbst zu entscheiden, wieviel mir das neue Album wert ist. Und gerade das macht die Sache ja so interessant. Greife ich das jetzt einfach so ab, weil es ja nichts kostet? Wieviel ist es mir wert? Bin ich vielleicht der Meinung, die Band verdient eh so viel, dass ich das jetzt auch mal kostenlos runterladen kann? Und wenn ich denen was dafür gebe, wieviel Geld soll es sein? Vielleicht lösche ich es ja morgen wieder.

Ich möchte hier vorgreifend klarstellen, dass ich nicht den moralischen Zeigefinger hebe. Ich mache mir nur meine Gedanken, wie doch so ein kleiner Kniff wie “It’s up to you” bei mir zu recht substanziellen Gedanken zum Wert der Musik führen kann.

Wieviel habt ihr denn gezahlt? Oder wieviel würdet ihr geben?

Überlebenswichtig

“Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann, ohne Ausschlag zu bekommen!”

Lt. Frank Drebin, Spezialeinheit

 

Jetzt endlich möglich, dank des iStraw: Ein Strohhalm als Wasserfilter.

 

iStraw

 

Via Gizmodo.

Die Welt, kontextbezogen

“Müllersen, wir haben da diese irre Story über den Kinderschänder, der jetzt mit Fahndungsfotos von Interpol gesucht wird – aber wir müssen die Seite ein bisschen aufmotzen. Die Visitors rennen uns ja sonst gleich wieder weg.”

“Kein Problem, Scheff. Die Story passt ja überall rein. Ist was mit Sex, Beziehungen, Mord und Totschlag und Kindern. Da bau ich mal was zusammen.”

Gestern auf Welt online: Interpol sucht mit Fotos nach Kinderschändern. Der Artikel ist ja soweit in Ordnung, aber die Seitenleiste lässt mich doch daran zweifeln, ob

  • Kontextsensitivität immer das Mittel der Wahl ist,
  • man vielleicht doch mal jemanden über die Sidebar drüberschauen lassen sollte,
  • das vielleicht mit voller Absicht so gestaltet wurde oder
  • die Redaktion bei der “Welt online” einfach nur gaga ist.

Welt online - ScreenshotDa stehen dann neben der Kinderschänderstory Bildergalerien wie “Lachen! 40 Tipps, wie Sie Ihre Kinder aufheitern”, “Die blonde Wetterfee als Strandnixe – Tamara Sedmak stellt ihre beeindruckenden Kurven vor” und “Petas nackte Prominente – Unbekleidet für die Rechte der Tiere”. Dazu noch “Die schönsten Playmates”, so quasi als Alternative für die Kinderschänder oder auch Tipps ” Die schönen Dinge im Leben: Liebe, Sex und Streitigkeiten.”

Zumindest macht die Seite jetzt einen runden Eindruck.

Twin Peaks in Dahlem

Sechs Löffel auf die Kanne, genau austariert. Nachdem ich den ersten Löffel augenscheinlich zu sehr gehäuft hatte, achtete ich bei jedem weiteren Löffel darauf, etwas weniger Pulver zu nehmen, aber nur so viel weniger, dass der sechste Löffel gerade noch nicht als “gestrichen” bezeichnet werden konnte. Das Pulver stammte von einem großen deutschen Dealer, der mittlerweile mehr Geld durch den Vertrieb von T-Shirts, Gartentischen und CD-Ständern einnimmt als über sein einstmaliges Kerngeschäft. Das Wasser direkt aus der Leitung, Härtegrad vier. Und nachdem die Maschine durch lautstarkes blubberndes Seufzen das Finale der Zubereitung ankündigte und ich die erste Tasse mit geschlossenen Augen, mit nach länger anhaltender Erkältung geschärftem Geruchssinn schnuppernd den Duft erahnend, an die Lippen führte und diesen Nektar der Bürokultur einen Moment lang im Mund verweilen ließ, durchfuhr mich ein Gedankenblitz:

“Verdammt guter Kaffee!”

Free Burma


Free Burma!