Get A Life, Jericho Fans

Da gibt es eine postapokalyptische Serie in den US of A, in der eine piepelige Kleinstadt versucht, in einer Art Nachkriegshölle zu überleben.
Da wird eine Staffel gesendet, die in einem finalen Cliffhanger endet. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt und der Ausgang bleibt völlig offen.
Da beschließt der Produzent der Serie, das Ganze abzusetzen.
Da rasten die Fans der Serie ein bisschen aus und beschicken den Sender mit Tonnen von Erdnüssen.
Da reicht der Protest offenbar nicht aus und es entspinnt eine ganze, unglaublich sinnlose Kampagne für die Fortführung der Serie. Ein paar Zitate:
“We have expressed our outrage.
We have expressed our indignation.
We have expressed our graciousness.”“Fight the fight for Jericho | Comments (2)
Vergesst eure Konsolen, Kinder
Vergesst die Konsolen, verbrennt die Yu-Gi-Oh-Karten. Kein Spielzeug war besser als solches in Zeiten, da ich noch Kind war. Nur, dass meine Eltern schon in den Siebzigern zu modern waren und ich niemals mit solchem sinnlosen Plastikquatsch spielen durfte:
Via Monkeyfilter.
Bumm verboten
§328 StGB, Abs. 2, Satz 3:
“Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [..] wer eine nukleare Explosion verursacht.”
Nichts darf man.
Fahrradkauf analog zum Computerbau
(Achtung: Wahnsinnig langer Artikel folgt!)
Weil nun nach acht Jahren die Reparatur bzw. der Austausch von Teilen an meinem Stadtguerrillafahrrad den Wert bei weitem überstiege, habe ich mich entschlossen, die Neuanschaffung eines Rads so anzugehen, wie ich das auch mit Rechnern seit Jahr(zehnt)en mache. Ich überlege mir, wieviel ich ausgeben kann, welche Teile unbedingt dran sein müssen und schaue, ob das passt. Weil ich aber weiß, dass Auswahl und vor allem Zusammenbau meine Fähigkeiten etwas übersteigen, habe ich mich an Freund R. gewandt. Wir setzen uns also gemütlich bei Brause und Keksen in den Garten und gingen meine Wunschliste durch – und ich muss sagen, das Ergebnis ist hervorragend.
Wie sollte es anders sein, wenn es mit Unterstützung eines Fahrradkuriers zusammengestellt wurde. Die wissen, was ein Radfahrer in Berlin braucht. Da ich mich so über das Rad freue, muss dieser Ort jetzt dafür herhalten, das Rad zu präsentieren. Et voilà – in seiner ganzen mattschwarzen Schönheit:
Es folgt eine kleine Beschreibung der wesentlichen Komponenten …
Der Lenker ist eine handfreundliche Spezialkonstruktion, da mein Orthopäde mich davor gewarnt hat, dass er meine rechte Hand operieren müsse, sollte ich weiterhin diese MTB-Lenker verwenden. Deshalb ist die Bremse an den Barends angebracht – zum Schalten greift man dann kurz nach innen. Im Moment habe ich noch so ein Busfahrergefühl, aber das gibt sich oder wird durch eine Verkürzung der Lenkerbreite erledigt.
Standlicht vorne und hinten von b+m (ich versuche, so weit es geht, einheimische Teile zu verwenden), damit ich auch an der Ampel stehend noch gesehen werde.
Gespeist wird die Beleuchtung von einem Nabendynamo von Shimano. Das Original von Schmidt ist zwar um Klassen besser, aber unbezahlbar. Der DH-3N71 ist noch recht reibungsarm und leicht. Die Kabel hat R. genialischerweise in den Rahmen verlegt.
RST-Federgabel – auch zur Schonung der Gelenke. Ich bin ja noch nie mit Federgabel gefahren, am Anfang dachte ich immer, ich hätte einen Platten im Vorderrad, weil das auf einmal so weich war. Aber man kann ganz wunderbar auf dem brutalen Rosenthaler Kopfstein fahren.
Den Sattel habe ich vom Altrad übernommen. Irgendwann habe ich den Brookssattel in die Ecke gelegt, weil mir die untere Lederkante immer die Hosen aufgescheuert hat. Der Sattel hier ist hart, aber fair.
Die Schaltung nicht unter Deore war meine Bedingung – und ich habe Deore bekommen. Leiert nicht so schnell aus wie die einfacheren Schaltungen (Alivio, Nexave, huuh).
Der Gepäckträger ist extrem robust und ohne Schnickschnack wie Omas Federklemme. Den Fahrradständer habe ich auch schon seit sieben Jahren, da er aber vorgestern den Geist aufgegeben hat, habe ich ihn abgesägt und nur die Kupplung für den Kinderfahrradanhänger drangelassen.
So, das war glaube ich alles. Wer Interesse an einem Rad von 2Rad Schneider hat, kann mich gerne kontaktieren, dann mache ich statt Mundpropaganda halt mal Blogpropaganda.
Das einfache Leben
R. ist dreifacher Vater, ehemaliger Radrennfahrer, Fahrradkurier und hat eine kleine Fahrradwerkstatt im Keller. Oft finde ich R. auf einem Spielplatz in Wilhelmsruh, wo er mit seinen Töchtern und anderen Kindern Fußball spielt oder am Rand des Buddelkastens mit anderen Eltern quatscht. Oft erzählt er mir, dass er halt solange Sendungen in der Stadt herumfährt, bis das Geld stimmt – dann kann er sich mit seinen Töchtern oder Fahrradbasteleien beschäftigen.
Neulich habe ich ihn gefragt, ob er für seine kleine Fahrradwerkstatt nicht eine Webseite hat. “Och nö, ich bin da eher altmodisch, meine Werbung läuft nur über Mundpropaganda.” Ich dachte: “Aber da könnte man doch noch so viel machen”. Wenn ich mich und R. dann so höre, komme ich mir manchmal vor wie der Fischer in der “Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral” von Heinrich Böll und fühle mich ertappt und gleichzeitig neidisch auf das einfache Leben.
Spamlyrik
Aus der Reihe “Schöner Spammen”:
- Menstruation Popsicle (ich möchte das Bild aus meinem Kopf verbannen)
- “Unsere Gesellschaft hat die Software geschaffen, die es ermöglicht, schnell und leicht schriftkundig zu werden.” (Das kaufe ich sofort.)
- unprintable U-turn
- Borsenplatze. (Da platzt mir doch die Borse.)
An den Journalismus insgesamt und alle, die öffentlich was schreiben
Wenn hier nochmal einer Bob Geldorf schreibt, gibt’s Haue!
Bild ist biblisch
Na, da soll mich doch der Schlag treffen: Bruder Diekmanns Schmierblatt besitzt ein solides biblisches Fundament. Und das, wo diese Zeitung doch Tag für Tag wenigstens fröhlich das achte Gebot verletzt (“Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.”). In einem erklärenden Text zu den zehn Geboten der EKD (die ja für Bruder Kai sicher eine wegweisende Institution ist), heißt es so schön:
“Das Gebot kann aktuell sowohl auf die Rechtsprechung, als auch auf das alltägliche Leben bezogen werden, in dem die Rede über den Freund, Kollegen, Nachbarn, Verwandten diesen nicht beschädigen, verraten oder verleumdet soll.”
Gefunden bei Rochus. Hinweise auf die Springer-eigene Auslegung der Bibel finden sich – wie immer – im Bildblog.
Unverzichtbar für den Brauser
Da ich gerade mein System nach Art einer Entschlackungskur mal wieder neu einrichte, stelle ich mal eine Liste der Firefox-Erweiterungen auf, ohne die ich nicht leben kann. Andere machen das ja auch.
- TabMix Plus: Absolute Kontrolle darüber, wann und warum Tabs im Brauser geöffnet oder geschlossen oder wiederhergestellt oder verschoben, ausgezogen und mit Schokolade verziert aufgegessen werde, gibt es nur hier.
- CustomizeGoogle: Sollte eigentlich von der Google Web Police verboten werden, denn es verbessert nicht nur das Aussehen der Googlesuche (keine Werbung mehr), sondern anonymisiert auch noch den Suchenden.
- AdBlock Plus: “Bitte keine Reklame”-Aufkleber, wirkt sofort. Interessant, wie nackt und bloß manche Seiten so ganz ohne Werbung aussehen.
- Bookmark Sync And Sort: Ich speichere meine Lesezeichen (die nichtöffentlichen, die öffentlichen liegen auf del.icio.us) in einem WebDAV-Ordner und kann sie überall (Büro, Zuhause, unterwegens) beim Start in den Brauser laden.
- Web Developer: Unverzichtbar für alle, die sowas wie <p style=”text-align: center; font-weight: bold”> nicht nur lesen, sondern auch regelmäßig schreiben. Vor allem gut, wenn man tolle CSS-Ideen auf Seiten, die einem gefallen, klauen möchte …
- ColorZilla: Wie der Web Developer Toolbar, nur unten links und gut für Farbenfans. Zeigt Farben in Dokumenten an und hat feine Tabellen mit verschiedenen Farbschemas, aus denen man dann Farben für seine eigenen Kreationen rauspicken kann. Ganz extreme Design Whores gehen zu ColourLovers.
Dazu kommen dann noch spezielle Plugins von Diensten wie CoComment und del.icio.us.












