Monatsarchiv für Dezember 2006

 
 

Kürzlich in meinen Blogstatistiken

Da ist jemand über die Googlesuche nach "wie macht man maggi selber?" auf mein Blog gestoßen.

Antwort: Weiß ich auch nicht,  aber frag doch mal meine Eltern. Die haben es wenigstens einmal hinbekommen.

Foot in mouth

Apple Campus Stores

Wir können ja hier an der Freien Universität ganz fein billig Apfelcomputer kaufen. Leider sind die iPods nicht billiger. Ein aufbereitetes Chatprotokoll:

M (also ich): im applestore sind die ipotz wirklich nicht billiger (gebe meinem Ärger über die Gemeinheiten des Apfelcampusladens Ausdruck)

A (also Kollegin Anja): nur wenn man dazu n macbook kauft (also zum iPod)

M: na dann bestell ich halt noch ein macbook dazu

A: LOL

Und so weiter. So machen sie einen zum Jünger in Cupertino.

Zum sechsten Dezember

Nikolaus_von_Myra01.jpg
Original
 
cr_cc_SantaSixtythree.jpg
Billige Fälschung aus Amerika 

Nerdklapp

Der Jojo hat ein kleines Skript geschrieben, das einem die Moderation von Julklapp-Runden (bei denen heißt das wohl "Wichteln", in den USA "Secret Santa") erleichtern soll. Das Problem ist ja immer, dass jemand sich selbst ziehen könnte. Dafür gab es bislang zwei Lösungen:

  • Man setzt sich in gemütlicher Runde zusammen, wirft alle Namenszettel in einen Hut und zieht reihum. Sobald sich jetzt jemand selbst zieht, werfen alle ihre Zettel wieder in den Hut und das Ganze startet von vorne
  • Man hat einen Moderator, der die Zettel zieht und zusieht, dass keiner sich selbst zieht. Das ist insbesondere – wie Jojo richtig erkannt hat – bei Julklapprunden in der Blogosphäre unerlässlich. Leider kann der Moderator dadurch nicht selbst mitmachen, weil ihm alle Geheimnisse offenbar sind.

Die dritte Lösung ist jetzt, die Ziehung zu automatisieren – das macht Jojos Skript ganz wunderbar. Das Skript hat nur ein Problem: Der Algorithmus für die zufällige Permutation der Teilnehmerliste hat einen unendlichen Aufwand – er terminiert potentiell nicht. Die Liste wird quasi so lange gemischt und überprüft, bis mal eine ordentlich gemischte Liste herauskommt.

Wir (der Arne und ich) haben beim Mittagessen überlegt, ob man den Aufwand für den Mischalgorithmus nicht sogar linear machen könnte. Man muss den jungen Informatikstudenten ja sinnvolle Alternativen bieten und nicht nur billig ihre Lösungen kritisieren :-)

Meine spontane Idee war, das Zufallselement zu eliminieren und zu sagen, dass jeder auf der Liste seinen jeweiligen Nachfolger beschenkt, der letzte dann den ersten. Das ist aber dann dumm, wenn z.B. zwei in der Liste deshalb nebeneinander stehen, weil sie sich kennen. Außerdem kann jemand, der die Liste kennt, ja dann alle Geheimnisse einsehen. 

Nach vielen Diskussionen hat Arne dann folgendes Verfahren entwickelt:

 Der Handt-Niemannsche Julklappalgorithmus

  • Man geht einmal die Indizes der Teilnehmer von vorne bis hinten durch und tauscht das Element am aktuellen Index mit einem beliebigen zufälligen aus der Liste.
  • Das war Arnes Teil – der sorgt dafür, dass der Aufwand linear bleibt, weil man tatsächlich die Liste der Teilnehmer nur einmal durchgehen muss und sie trotzdem gemischt werden.
  • Wir können natürlich nicht sichergehen, dass bei dem o.g. Mischen nicht eventuell die Reihenfolge beibehalten wird. Also kommt als nächstes meine Idee doch noch zum Tragen:
  • Jeder in der neuen Liste beschenkt seinen Nachbarn zur Rechten, der letzte natürlich den ersten.

Held für drei Tage

Der Herr Paulsen war auch mal Eltern, drei Tage lang. Wer seine zu (Lach-)Tränen rührende Beschreibung eines katastrophalen Wochenendes liest, bekommt vielleicht etwas mehr Verständnis für uns Eltern. Und trotzdem lohnt es sich, Kinder zu haben.

[Liveblog Semantics] Abschlussbemerkungen

Mittlerweile wieder einige Tage zu Hause, hier einige Abschlussbemerkungen:

  • Wien ist eine schöne Stadt. Ich komme gerne wieder. Wien hat Stil. Wien lässt sich auch ganz klasse fotografieren.
  • Die Semantics ist eine österreichische Konferenz, auch wenn sie großspurig als "international" angekündigt wurde. Aber es ist durchaus interessant, mal in die österreichische Semantic-Web-Community hineinzuschnuppern.
  • Fliegen ist nicht mehr ganz so schön, wenn man Donnerstag abends nach gefühlten 200 km Fußmarsch durch Wien (erst an der Donau entlang zum Donaupark und Donauturm, dann mit der U-Bahn zur Mariahilfer Straße, shoppen und anschließend via Museumsquartier wieder zurück zum Stephansdom) in einer der scheußlichsten Wartehallen der Welt auf sein mindestens eine Stunde verspätetes Flugzeug nach Berlin warten muss. Es wird dann eine gammelige alte 737 bereitgestellt, der man das "Ersatzflugzeug" schon auf dreihundert Meter ansieht.