Monatsarchiv für November 2006

 
 

[Liveblog Semantics] Vermischtes

  • Ganz wild sind ja die Österreicher auf Titel, aber das wusste ich schon von Kishon. Selbst ein Student, der mit Mühe den Bachelor geschafft hat, lässt sich hier auf dem geduldigen Papier mit "Bakkalaureus" titulieren. Es ist mir geradewegs peinlich, dass ich nicht stärker darauf gedrungen habe, als "Dipl.-Inform" überall aufzutauchen.
  • Ganz großes Kino hier: Vor mir sitzt ein Sitzriese, leider auf derselben Höhe wie ich. Mein Kopf befindet sich in einer stetigen Links-Rechts-Pendelbewegung, da auch der Kompagnon vor mir sich immer dann nach rechts beugt, wenn ich … ich setze mich nach der Pause um.

[Liveblog Semantics] Test, Test, äins, zwäi

IMG_2872 So reden sie nämlich hier in Österreich. Da ich nun auch wieder mit der Welt verbunden bin, kann das Konferenzblogging losgehen. Ich trage mal das nach, was ich heute morgen vor dem Start im Flieger papiergebloggt habe.

Dienstag, 6:10

Nach einem sehr frühen Morgen (selbst für Familienväter) jetzt etwas Ruhe im Flieger nach Wien. Sagte ich Ruhe? Air Berlin, die sicherlich lauteste Fluglinie, die ich kenne, beschallt nicht nur Kunden in der Warteschleife am Telefon mit einem grauenhaften Liedchen , sondern auch die Fluggäste mit schrecklichen Musikstücken ("Free" von Lighthouse Family, eine strunzdumme Coverversion von "One"). Flug AB 8358 nach Wien also – Air Berlin glänzt durch ein akzeptables Brötchen, die Flugbegleiterinnen allerdings sind irgendwie nicht ganz so schick wie die von der Lufthansa (Grüße an mein Schwesterherz!).

Ich sitze direkt über dem Flügel an einer der Notausstiegstüren. Ein schönes Gefühl, verleitet aber auch dazu, nachzudenken, was wäre, wenn man einfach mal während des Fluges ein bisschen Frischluft hereinließe. Ich konnte mich zurückhalten. Mein Sitz ist übrigens bei vergleichbaren Flügen auf Seatguru als "gut und mit viel Beinfreiheit" ausgewiesen. Ich kann das bestätigen.

Dienstag, 7:30

Wien ist genauso wie Berlin. Genauso! Während ich in der Schweiz nach der Ankunft Sorgen hatte, meine bloße kollerige Berlinischkeit könnte den sauberen Schweizern Probleme machen, fühle ich mich in Wien wie zu Hause. Die Leute sehen genauso aus wie in Berlin, die Stadt ist genauso sauber (oder schmutzig), Berge gibt es auch keine, ohnehin immer eine Enttäuschung, wenn man in die kleinen kotelettförmigen Nachbarländer Deutschlands fliegt. Selbst die U-Bahnhöfe haben diesen Seventies-Schick, den alte Westberliner noch von der U7 kennen (ich sage nur Fehrbelliner Platz oder Konstanzer Straße).

Einiges ist aber anders. Die Innenstadt, wo ich glücklicherweise ein Hotel gebucht habe (natürlich über unseren Industriepartner), ist schicker. Viel schicker. Ich werde auf flickr mal eine Galerie von dem Ding hier anlegen. Natürlich sind das jetzt nur die ersten Eindrücke, aber ein Blog soll ja auch nicht objektiv sein, oder?

Dienstag, 9:30

Jetzt bin ich wirklich live. Im Konferenzsaal dudelt "Solsbury Hill", nicht das Schlimmste. Ach ja, ich bin hier auf der Semantics 2006 , inhaltliches gibt es bald in diesem Theater und über das Web.

Freitag Morgen, 9 Uhr 38

 StudiVZ macht Nachtschicht

Entweder ist die Skandalnudel der deutschen Social Networks endgültig hops gegangen oder die armen Techniker müssen noch den letzten informationellen GAU verarbeiten.

Update: Jetzt (10 Uhr 40) läuft die Maschine wieder wie geschmiert (Honi soit qui mal y pense …).

Update: Und nun (14 Uhr 20) haben sie die betroffene Gruppe angepasst. Zitat:

Journalistische Kampagnen gegen das StudiVZ benutzen nun auch die Gruppe ***** als Spielball , um dem Blog ans Leder zu gehen. Beträge hier wurden aus dem Zusammenhang gerissen und sehr negativ dargestellt, die Autoren wurden so schlecht verschleiert, dass man diese mühelos erkennen kann. Wir sind gerne für konstruktive Kritik offen, aber diese Art von Journalismus ist einfach nicht in Ordnung.

Flickr gegen Sozialneid

Das zweite von den drei schönen neuen flickr-Features, nämlich die Kameraseiten, hilft dann auch, dieses nagende Gefühl loszuwerden: "Wenn ich erst mal eine digitale Spiegelreflex für mindestens 1000 € habe, kann ich auch richtig gute Fotos machen."Sonnenuntergang Putlitzbrücke

Wenn ich mir dann nämlich anschaue, was ich mit meiner kleinen, aber allzeit bereiten Kraftschusskamera an meiner Seite alles fotografieren könnte, wenn ich mir nur Mühe gäbe, habe ich innerlich doch glatt wieder 1000 € gespart.

Bitte auch gleich verbieten

Wumpscut, Slipknot, Arch Enemy, Bloodhound Gang, Wizo, das Thema von CSI, die Toten Hosen, KMFDM, Rammstein, die Nachbarn von Sebastian K., Creed, Eminem und außerdem das World Wide Web, insbesondere Livejournal und die Top-Level-Domain .vu.

Deshalb

Ja, ist denn scho Weihnachten …

… bei flickr? Drei neue, feine Features werden uns beschert, von denen ich eins besonders loben möchte. Bislang musste ich Freunde und Verwandte, die sich teilweise auch sehr unsicher im Web bewegen, immer dazu einladen, sich bei flickr anzumelden, um meine eingeschränkt sichtbaren Bilder zu sehen. Jetzt gibt es eine Art Besucherausweis, so muss man das wohl übersetzen. Damit kann man bis zu fünfzig Leute einladen, sich eins der  eigenen Sets anzusehen, ohne dass sie sich extra anmelden müssen.

Ich hoffe nur, dass flickr verantwortungsvoll mit den Mailadressen umgeht – bislang habe ich aber auch bezüglich der Einladungen nichts Negatives gehört. 

Mist

C-List Blogger

Internet ist Kinderkram

Das sagt sich zumindest die Firma BRIO, unter uns letzten Eltern in Deutschland eher bekannt für qualitativ hochwertige Holzeisenbahnen und robustes Buddelkastenspielzeug. Jetzt gibt es BRIO Network 1.0, das Netz als Holzspielzeug. Komplett mit Viren, dem Mailzusteller EMO (Nomen est Omen!), Suchmaschine (oder besser: einem intelligenten Suchagenten) und haufenweise Viren.

Brio Networks 

Das Ganze ist aus Holz, wie vermuteterweise ja auch große Teile des tatsächlichen Internets und voll kompatibel zur BRIO-Eisenbahn, so dass man sich auch endlich den Wunschtraum erfüllen kann, IP-Pakete mit der Bahn zu transportieren – hohe Bandbreite, aber gleichzeitig eine Wahnsinns-Latenz.

Brio Networks 

Gefunden auf Heise dank Kollege Klaus.

Update: In einem Wiener Kaufhaus habe ich die Teile dann auch mal in echt gesehen. Deshalb die Fotos.

Eins

Ich werde jetzt mal auf flickr von eins bis hundert zählen – oder noch weiter. Die "Eins" stammt von der B1, Unter den Eichen, auf dem Weg zur Arbeit.

Eins

 

Spring auf den Cluezug auf

Ein guter Haufen Zeugs zum Nachdenken über das neue Web und Communities und Märkte und so.

Via Spreeblick .