Monatsarchiv für September 2006

 
 

Es pfeift

Jeden Abend, wenn ich in meinem Arbeitszimmer sitze und gerade überlege, ob ich an meiner Diss weiterschreiben oder doch lieber eine kleine Runde Civilization IV anwerfen soll, dabei noch das Fenster öffne, um unter dem Dach ein wenig Frischluft hereinzulassen, steht er schon bereit:

Der Pfeifer. Ich weiß nicht, ob er einen Hund, eine Katze oder seinen Goldfisch ausführt, aber er pfeift. Und pfeift. Immer so einen sich hochschraubenden Ton, so in etwa eine Terz aufwärts, lang gehalten, gefolgt von einem Stakkato kurzer Töne der gleichen Bauart (also gleiche Terz). Das tut er links von meinem Fenster, unter meinem Fenster, weiter vorne an der großen Straße, far away, so close, auf jeden Fall ununterbrochen. Und jeden Abend. Mich in den Wahnsinn treibend.

Ich weiß, ich sollte gnädig sein und das als prima Übung in Nächstenliebe akzeptieren, ABER WENN ER NOCHMAL PFEIFT, STOPFE ICH IHM DIE LEINE FÜR SEIN TIER, DIE ER JA OFFENBAR NICHT BRAUCHT, WEIL ER DAS TIER JA PFEIFENDERWEISE HERBEIHOLEN KANN, IN IRGENDEINE KÖRPERÖFFNUNG UND PFEIFE AUF DIE NÄCHSTENLIEBE. Nachher kann ich ja immer noch nächstenlieb sein. Wenn Ruhe ist.

Nur Fliegen ist schöner

Rausgucken Freitag bin ich zum dritten Mal in meinem Leben geflogen – lacht nur. Und das letzte Mal war zwanzig Jahre her. Es war zwar nur Berlin-Zürich und zurück, aber es hat wahnwitzigen Spaß gemacht. Ich hoffe, dass unser Papier auf der Semantics 2006 im November angenommen wird, dann darf ich wieder fliegen, dieses Mal nach Wien.

Der Mann auf dem Platz neben mir muss gedacht haben, ich ticke nicht richtig, ich hatte quasi die Kamera nur zum Eisessen aus der Hand gelegt. Aber was soll’s, kannte mich ja eh keiner.

Mehr von der Reise hier.

Erinnerungen beim Arzt

Heute zum Gesundheitscheck – Abgabe beziehungsweise Abnahme diverser Körperflüssigkeiten inbegriffen. Als ich das Marmeladenglas mit der apfelsaftähnlichen Flüssigkeit auf den Tresen packte und mich – wie immer in solchen Unsicherheitssituationen – fragte, ob das jetzt genug sei, auf einmal ein schrecklicher Flashback aus der Grundwehrdienstzeit, erster Tag:

Randvoll?! Panzergrandier, wir wollen das Zeug nicht trinken, nur untersuchen! Und jetzt gießen sie sofort die Hälfte wieder ab und kommen dann zügig zurück.

Einer der sicherlich peinlichsten Momente meines Lebens.

Ist bestimmt schon alt

hab ich aber trotzdem gerade erst entdeckt – den Southparkfigurenflashkreateur. Hier icke, kieka:

Icke, so southparkmäßig

Keine Atempause

DSL

Sie buddeln wieder – für meinen DSL-Anschluss?

Kaputt

Hand kaputt
Kann im Moment nicht so schnell bloggen, wie ich gerne wollte.

Rasenmäher vs. Maggi – 1:0.

Alles Quatsch

Wie Tim Berners-Lee, der unangefochtene Erfinder des World Wide Webs und Web-Revoluzzer, jetzt in einem Interview verlautbaren ließ, ist Web 2.0 auch nichts weiter als Web 1.0 und die Features des Schönen Neuen Webs habe es schon seit jeher gegeben.

Nun ja, wurde auch Zeit, dass mal einer die Luft etwas rauslässt aus dem Ballon. Schade nur, dass sich jetzt die Semantic-Web-Gemeinschaft daran aufgeilen wird, dass sie aber wirklich das Nächste Große Ding auf der Pfanne haben.

Gefunden bei Nerdcore.

Wie alles funktioniert

 

Buchtitel

 

Für die Computerilliteraten, zur Erklärung: "How It Works…The Computer" von 1979 (!), liebevoll aufbereitet von David Guy.

Gefunden bei MonkeyFilter.