Monatsarchiv für August 2006

 
 

Wie alles begann (1)

Als wir im Urlaub Freunde meiner Eltern aus Hamburg trafen, fiel mir alles wieder ein. Wie ich damals, ich muss so zwölf gewesen sein, in das Wohnzimmer der Familie kam. Auf dem Teppich lag eine brotdosenartige Kiste, verbunden mit dem Farbfernseher (wir hatten damals noch eine alte Telefunken-Schwarzweißgurke), auf dem zehn Reihen bunter klötzchenartiger Vögel zu sehen waren, die abwechselnd die Flügel hebten und senkten. Vor der Brotdose saßen die Kinder der Familie und versuchten herauszubekommen, was man den doofen Vögeln auf dem Fernseher noch alles beibringen könnte.

Es mag sich heute blöde anhören, aber das muss eine Art Offenbarung gewesen sein. Gebastelt hatte ich immer schon gerne, aber dieser kleinen Kiste zu befehlen, Vögel oder sonstwas auf dem Fernseher zu malen, das war ein neues, irres Spiel. Später entdeckte ich dann im Kinderzimmer noch eine Art Spielekonsole, oder eher einen 8-Zentimeter-Fernseher mit drei eingebauten Videospielen, von denen das eine das legendäre Pong war. Das war auch nett, aber lange nicht so faszinierend wie der Volkscomputer im Wohnzimmer, dessen Namen ich mir sofort merkte: VC 20.

(Dieser Beitrag ist der erste in der Reihe “Herzlichen Glückwunsch oder Wie alles begann“)

Herzlichen Glückwunsch oder Wie alles begann

Der IBM PCNun, da der Personal Computer 25 Jahre alt geworden ist, kann ich das Blogprojekt wieder aus den Winkeln meines Gedächtnisses kramen, das dort seit meinem Urlaub schlummert. Ich erzähle mal, wie das bei mir begann.

Vom Blättern in Hochglanzprospekten, von den anderen, die schon viel mehr Erfahrungen machen durften, vom Zusehen, wie es andere machen, vom Ersten Mal, von den ersten Enttäuschungen – ich will nichts zurückhalten. In leichtverdaulichen Happen also mein Leben mit dem Computer.

Das Spice muss fließen

cinnamon stick Randnotiz: Um das richtige Dune-Feeling zu bekommen, einfach mal eine Woche lang in alles, was du isst oder trinkst, Zimt reinstreuen. Idee kam mir beim Zubereiten einer Moussaka, die ich zu hochzimtdosiert hatte.

Irgendwas läuft falsch bei Web 2.0

In meiner verwaisten Reihe “Du bist Web 2.0″ ein Verweis auf Telepolis, wo sich Erich Klepptenberger ganz gemein über Web 2.0 lustig macht:
Die berauschenden Möglichkeiten von Web 2.0

Zitat:

In der Columbia-Halle in Berlin findet die “Deaf con 2.0″ statt, dort dozieren die Gründer von Kugelschreibrr.com im Wechsel mit McKinsey-Beratern und Cheftechnikern von der Deutschen Telekom über “Wisdom of the masses”, “Push 2.0″ und “Disruptive Technologien”. Auf dem abendlichen Get together steckt man sich Salzstangen die Ohren und lauscht von Till Brönner gesampelten Retromixes von “Lets stick to gether”.

Die Straße

Die Straße gleitet fort und fort,
weg von der Tür, wo sie begann,
weit über Land, von Ort zu Ort,
ich folge ihr, so gut ich kann,
ihr lauf’ ich raschen Fußes nach,
bis sie sich groß und breit verflicht’
mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiß es nicht.

J.R.R. Tolkien, übersetzt von E.-M. von Freymann

Die Stra�e gleitet fort und fort

Raspel, raspel

“Du bist krank, Max!”

Sam & Max

Auch bei der Riesenmaschine können sie sich kaum einkriegen vor Vorfreude. Sam & Max, Hund und Hase, das wahnwitzigste Detektivduo der Computerspielgeschichte, kommen wieder! Nachdem LucasArts offenbar doch keine Lust mehr hatte, das Sequel auf den Markt zu bringen, haben sich die Entwickler als “Telltale Games” kurzerhand selbstständig gemacht und planen jetzt, das Spiel Stück für Stück rauszubringen. Ab Herbst.
Noch mehr Informationen:

The Unofficial Sam & Max Website – Freelance Police

Jag var i sverige

In Schweden!
Nur, um die werten Leserinnen und Leser vorzuwarnen: Ich werde in der nächsten Zeit ein wenig aus dem Schweden-Urlaub erzählen, weil’s so schön war. Die obligatorische Zweihundert-Dia-Schau ersetze ich durch das flickr-Set “Schwedenurlaub”, da darf dann jeder selbst entscheiden, ob und was er sich anguckt. Für Bier und Chips müsst ihr selber sorgen.

Bertolt Brecht zu Web 2.0

“Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, d.h., er würde es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen. Der Rundfunk müßte demnach aus dem Lieferantentum herausgehen und den Hörer als Lieferanten organisieren.”

Bertolt Brecht: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. Rede über die Funktion des Rundfunks (1932/1933).

Ersetzen wir “World Wide Web” für “Rundfunk” und wir haben eine schöne Beschreibung dessen, was Web 2.0 ausmacht.

Stock und Stein

Kaum aus dem wohlverdienten (auch so ein dämliches Adjektiv, das immer in Zusammenhang mit dem Wort:) Urlaub zurück, hat mir der Arne einen Stock vor die Nase geworfen. Vielleicht an meine uneingeweihten Leser zur Erklärung: Ein Stock ist ein Blogthema, über das man zu schreiben gezwungen wird, weil es einem jemand vorgibt und man wirft den Stock nach getaner Arbeit weiter in der Hoffnung, dass derdiedas Nächste dann noch hanebücheneren Quark verzapft als man selbst. Oder so.

Also:

1. Warum bloggst Du?

Eigentlich ist (schon wieder) Arne schuld. Ich bin eh eine extrovertierte Quasselstrippe und hatte zu Anfang Arnes Angebot angenommen, auf seinem Webspace zu bloggen. Einerseits finde ich diese Art der E-Kommunikation – mit dem Thema befasse ich mich schon von Berufs wegen – faszinierend, andererseits lernt man durch ein Blog neue Menschen, Themen und Meinungen sehr schnell kennen. Und außerdem bastele ich gerne.

2. Seit wann bloggst Du?

Seit Juni 2005.

3. Selbstportrait?

Siehe oben. Extrovertierte Quasselstrippe, die ihren Senf überall gerne dazugibt. Für alles weitere sollte man die Kategorie “Über” in meinem Blog ansehen.

4. Warum lesen Deine Leser Dein Blog?

Ich bin F-Blogger (Freunde und Familie), die meisten kennen mich also. Einige sind wahrscheinlich über mich gestolpert und kommen jetzt nicht mehr los. Hier stand übrigens ursprünglich “deinen Blog”, aber ich weigere mich, ein Wort, das ich von Web-Logbuch (Neutrum) ableite, zu maskulinisieren.

5. Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?

ShortStat sagt: “klickbot”. Das Grindblog ist offensichtlich die im Web anerkannte Hauptinformationsquelle für das Thema “klickbot”. Damit noch mehr hierher finden: “klickbot, klickbot, klickbot, klickbot, klickbot, klickbot, klickbot, klickbot”.

6. Dein aktuelles Lieblings-Blog?

Eigentlich immer noch die Riesenmaschine. Aber das wechselt stündlich.

7. Welchen vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Ich will hier keine Kettenbriefpandoradose aufmachen, deshalb gebe ich das an Thomas und Matthäus weiter. Die dürfen was schreiben, müssen aber nicht.