Wie alles begann (1)
Als wir im Urlaub Freunde meiner Eltern aus Hamburg trafen, fiel mir alles wieder ein. Wie ich damals, ich muss so zwölf gewesen sein, in das Wohnzimmer der Familie kam. Auf dem Teppich lag eine brotdosenartige Kiste, verbunden mit dem Farbfernseher (wir hatten damals noch eine alte Telefunken-Schwarzweißgurke), auf dem zehn Reihen bunter klötzchenartiger Vögel zu sehen waren, die abwechselnd die Flügel hebten und senkten. Vor der Brotdose saßen die Kinder der Familie und versuchten herauszubekommen, was man den doofen Vögeln auf dem Fernseher noch alles beibringen könnte.
Es mag sich heute blöde anhören, aber das muss eine Art Offenbarung gewesen sein. Gebastelt hatte ich immer schon gerne, aber dieser kleinen Kiste zu befehlen, Vögel oder sonstwas auf dem Fernseher zu malen, das war ein neues, irres Spiel. Später entdeckte ich dann im Kinderzimmer noch eine Art Spielekonsole, oder eher einen 8-Zentimeter-Fernseher mit drei eingebauten Videospielen, von denen das eine das legendäre Pong war. Das war auch nett, aber lange nicht so faszinierend wie der Volkscomputer im Wohnzimmer, dessen Namen ich mir sofort merkte: VC 20.
(Dieser Beitrag ist der erste in der Reihe “Herzlichen Glückwunsch oder Wie alles begann“)








