Monatsarchiv für Juli 2006

 
 

Fly like an Igel

Igel! In Berlin! In meinem Garten!

Als ich gestern früh mein Fahrrad aus dem Gartenhäuschen holen wollte, kam es mir für einen kurzen Moment so vor, als würde irgend so ein Vollkoffer mit einer Luftpumpe hinter dem Häuschen stehen und wie verrückt den Kolben betätigen. Mutig wie ich bin (hüstel) tappte ich um die Ecke, nur um das unten abgebildete sehr niedliche kleine Igelpärchen dabei zu erwischen, wie es – na ja, halt schnaufte. Was auch immer die da machten, neue Igel oder Essen oder den Kompost nach ekligen, aber für Igel leckeren Viechern zu durchsuchen, ich habe es nicht mitbekommen.
Der Voyeur in mir brach durch, also habe ich Kamera, Frau und Kinder geholt und noch ein ganzes Weilchen Public-Hedgehog-Watching betrieben. Bis die beiden dann die Nase voll hatten und sich woanders hin verzogen. Vielleicht kommen sie ja noch mal wieder.

Igel im Garten Igel im Garten Igel im Garten

Hier gibt’s einfach alles

Lego minifig Halloween costume construction #16

Manchmal erschrecke ich ein bisschen über die unendlichen Weiten des Webs. Es gibt inzwischen eigentlich kaum etwas, was hier nicht schon mal irgend jemand irgendwann ausprobiert, geschrieben, getan hätte. Und wenn es ein Lego-Minifig-Halloweenkostüm ist, das sich Laurence vor drei Jahren ausgedacht hat und das ich nur gefunden habe, weil ich für meinen Lego-User-Group-Account einen Avatar brauche und überhaupt sollte ich mal wieder raus hier und an die frische Luft (gefühlte 50° Celsius auf der nach oben offenen Schwitzende-Blogger-Skala).

PS: Wer jetzt noch rauskriegt, aus welchem schönen Film der Achtziger der Titel dieses Artikels stammt, kriegt – wie wir in der Grundschule zu sagen pflegten – einen Gummipunkt.

Recht muss Recht bleiben

Seit einiger Zeit umtreibt mich die Frage, ob es eigentlich erlaubt ist, oder besser: in welchen Fällen es erlaubt ist, Bilder von Personen auf Flickr oder allgemein im Web zu veröffentlichen. Eine sauber aufgebaute Serie von Blogeinträgen über Fotos im Web und Rechtsfragen gibt es – na? Natürlich im Lawblog.

Offensichtlich Kokolores ist beispielsweise die Aussage “wenn  mehr als X Personen auf dem Foto sind, darf man”.

Flickr-Foto-Extravaganza

Nummer Eins
Aufgemerkt. Das Grindblog ist jetzt etwas aufgepeppt -  mit den konfigurierbaren Seitenleisten von Automattic und dem Foto-Album für WordPress, das ich sprachlich und funktional etwas angepasst habe. Einfach rechts auf die Bilder drücken.

Fingerspielchen

Ejecting matter from the stomach thru the mouth

Nettes kleines Fotoset über den kleinen Effenberg gefunden.

Das war’s dann wohl

Peer-to-Peer-Landminen

Auf seltsamen Wegen erreicht mich die Nachricht, dass die DARPA in einem Forschungsprojekt Minenfelder entwickelt, die sich selbst heilen können.

Da die Minen beweglich sind und außerdem über ein Ad-Hoc-Netzwerk mit den jeweiligen Nachbarn in Verbindung stehen, sind sie in der Lage, sich neu zu formieren, nachdem ein Teil des Feldes detoniert ist. Die Vermutung von ELER allerdings, dass die Minen Embedded Linux an Bord haben, kann ich nach Lektüre der DARPA-Seiten nicht bestätigen.

In jedem Fall eine praktische, aber bedenkliche Anwendung von Swarm Intelligence und P2P-Networking. Aber irgendwie faszinierend.

Heute morgen in der S-Bahn

Richtung Wannsee, Anzugträger um die 40, wichtig am Mobiltelefon: “Du, wär schön, wenn du meinen Rechner schon mal hochfahren könntest. Ich hab ein neues Password jetzt, das steht auf einem Zettel, der am Monitor klebt. Dann kann ich mal schnell eine Sekunde lang schauen, ob eine bestimmte Mail gekommen ist.”

Wie Lutz Suhrbier gestern beim Infotag “Sicherheit für XML-Anwendungen” schon sagte, das schwächste Glied in einer Kette von IT-Sicherheitstechnologien ist immer noch der Mensch. Eigentlich habe ich schon darauf gelauert, dass er dem Kollegen das Passwort am Telefon durchgibt. Schade!

Beim nächsten Spiel wird alles anders

Vor dem Spiel gegen Costa Rica: “Die Gruppe ist nicht so einfach, wie sie aussieht. Das wird ganz hart, wenn wir nicht in der Vorrunde rausfliegen wollen.”

Vor dem Spiel gegen Polen: “Naja, Costa Rica war ja lachhaft leicht. Aber die Polen, das wird ein ganz harter Brocken.”

Vor dem Spiel gegen Ecuador: “Okay, die Polen sind ja auch fertig gewesen – das letzte Spiel wird aber echt hart.”

Vor dem Spiel gegen Schweden: “Die Vorrunde war ein Witz. Jetzt geht die WM erst richtig los. Die Schweden sind ein übler Gegner.”

Vor dem Spiel gegen Argentinien: “Das ist ein klarer Favorit. Wenn wir jetzt nicht 150 % geben, dann geht das böse aus.”

Und so weiter. Sollten wir die WM tatsächlich gewinnen, wird irgend jemand aufstehen und sagen “Ja, WM ist ja schön und gut, aber gegen die dreibeinigen Aliens vom Jupiter, das wird ein Desaster, wenn wir nicht 200 % Einsatz geben.”